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Integrationskurs für gering Literalisierte in Erfurt

Ein neuer Anfang mit dem richtigen Kurs: Deutsch lernen für Menschen ohne / mit geringen Lese- und Schreibkenntnisse – Zielniveau B1

Dieser Kurs bietet eine gute Möglichkeit, Deutsch Schritt für Schritt zu lernen. Der Kurs richtet sich an Zugewanderte, die bisher wenig Erfahrung mit dem Lesen und Schreiben haben, etwa, weil sie es nie richtig gelernt haben, es über längere Zeit nicht genutzt haben oder es nur in ihrer Muttersprache beherrschen.

Teilnehmer lernen langsam und in kleinen Schritten. Die Inhalte orientieren sich am Alltag, zum Beispiel: Wie fülle ich ein Formular aus? Wie schreibe ich eine Nachricht? Wie spreche ich beim Arzt oder im Jobcenter?

Außerdem wird der Umgang mit dem Smartphone und Computer geübt, also wichtige digitale Grundkenntnisse.

Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmenden fit für das Leben in Deutschland zu machen: für den Alltag, für den Kontakt mit Behörden und für den Einstieg in Arbeit oder Ausbildung.

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Alles Wichtige im Überblick

Zielgruppe

  • Zugewanderte mit geringen Lese-/Schreibkenntnissen (z. B. schriftungewohnte, funktionale oder sekundäre Analphabeten)

Inhalte

  • Alltagssprache, Lesen & Schreiben, digitale Grundbildung, Orientierung in Deutschland

Ablauf

  • Sprachkurs in 3 Abschnitten (900 UE) + Orientierungskurs (100 UE)

Abschluss

  • Sprachabschluss Niveau A2 oder B1
  • Abschlusstest „Deutsch-Test für Zuwanderer“ (DTZ) und Leben in Deutschland (LiD)
  • Zertifikat „Integrationskurs“

Dauer

  • 4 – 5 UE am Tag
  • Vor- und Nachmittagskurse
  • Gesamtdauer ca. 15 Monate

Vorteile

  • Langsamer Lernfortschritt
  • kleine Gruppen
  • Teamteaching möglich
  • praxisnah

Kosten

  • In der Regel kostenfrei bei Förderung durch das BAMF
  • Beitrag von 229 €/Modul für Teilzahler

Anmeldung

  • Über zugelassenen Kursträger nach Einstufungstest vor Ort

Zielgruppe

Der Kurs richtet sich an Zugewanderte mit geringen schriftsprachlichen Kompetenzen. Dazu zählen:

  • Lateinisch alphabetisierte, schriftungewohnte Personen
  • Funktionale und sekundäre Analphabeten
  • Zweitschriftlernende mit geringer Lernsozialisation

Nicht zur Zielgruppe gehören primäre Analphabeten (also Personen ohne jegliche Schriftsprachkompetenz in der Erstsprache). Für diese gibt es weiterhin separate Alphabetisierungskurse.

Inhalte und Ablauf

Der Integrationskurs für Menschen mit geringen Lese- und Schreibkenntnissen ist in fünf Abschnitte unterteilt und umfasst insgesamt 900 Unterrichtseinheiten im Sprachkurs (+ 300 Unterrichtseinheiten optional für Widerholende) sowie 100 Unterrichtseinheiten im Orientierungskurs. Ziel ist es, die deutsche Sprache Schritt für Schritt zu erlernen – besonders für Personen, die beim Lesen und Schreiben noch Unterstützung benötigen.

1. Basis-Sprachkurs (300 UE)

Im ersten Abschnitt werden die Grundlagen gelegt.
Die Teilnehmenden lernen:

  • erste Wörter und einfache Sätze auf Deutsch,
  • sich vorzustellen und einfache Gespräche zu führen,
  • in lateinischer Schrift zu lesen und zu schreiben (z. B. Namen, Zahlen, kurze Mitteilungen),
  • alltagsnahe Themen wie Einkaufen, Gesundheit, Familie, Wohnen,
  • erste digitale Fähigkeiten wie z. B. den Umgang mit dem Smartphone.

2. Aufbau-Sprachkurs A (300 UE)

Hier wird das bereits Gelernte gefestigt und erweitert.
Die Teilnehmenden üben:

  • einfache Gespräche über Alltagsthemen (z. B. Arztbesuch, Arbeit, Schule),
  • kurze Texte zu lesen und zu schreiben,
  • die deutsche Sprache auf dem Niveau A1 zu verstehen und anzuwenden,
  • digitale Grundkenntnisse weiterzuentwickeln (z. B. Schreiben von einfachen Nachrichten),
  • selbstständiger zu lernen.

3. Aufbau-Sprachkurs B (300 UE)

Der Fokus liegt auf dem Sprachniveau A2.
Ziele dieses Abschnitts:

  • sich in vertrauten Situationen sicher verständigen,
  • E-Mails oder einfache Briefe schreiben,
  • besser lesen und verstehen (z. B. Formulare, Schilder, kurze Texte),
  • sich auf Gespräche mit Behörden oder im Berufsleben vorbereiten,
  • digitale Anwendungen gezielter nutzen.

4. Aufbau-Sprachkurs C (300 UE, optional)

Dieser Kursabschnitt ist für Personen gedacht, die mehr Zeit benötigen.
Er bietet die Möglichkeit:

  • das Erlernte zu wiederholen und zu vertiefen,
  • das Niveau B1 zu erreichen (erste Stufe der selbstständigen Sprachverwendung),
  • sich gezielt auf den Abschlusstest vorzubereiten („Deutsch-Test für Zuwanderer“),
  • digitale Kompetenzen weiter auszubauen.

5. Orientierungskurs (100 UE)

Im letzten Abschnitt geht es nicht mehr nur um Sprache, sondern um das Leben in Deutschland.
Hier lernen die Teilnehmenden:

  • die deutsche Geschichte, Kultur und Rechtsordnung kennen,
  • wie Demokratie funktioniert,
  • wichtige Werte wie Gleichberechtigung, Toleranz und Religionsfreiheit,
  • wie das Zusammenleben in Deutschland gut gelingt.

Kursablauf_gering_Literalisiert

Inhalte des gesamten Kurses

  • Lesen und Schreiben: gezielte Förderung schriftsprachlicher Fähigkeiten.
  • Alltagsthemen: Arbeit, Bildung, Gesundheit, Einkaufen, Freizeit, Wohnen, Mediennutzung.
  • Digitale Bildung: Umgang mit Geräten und Apps.
  • Lernstrategien: Schrittweise Entwicklung von selbstständigem Lernen.

Prüfungen und Abschlüsse

Am Ende des Integrationskurses absolvieren die Teilnehmenden zwei Prüfungen:

  • Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ)
    Dieser Test überprüft die Sprachkenntnisse auf den Niveaus A2 und B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER)
    Wer das Niveau A2 erreicht, erhält eine entsprechende Sprachbescheinigung.
    Wer das Niveau B1 erreicht, erhält zusätzlich das „Zertifikat Integrationskurs“.
  • Test „Leben in Deutschland“ (LiD)
    Diese Prüfung findet am Ende des Orientierungskurses statt und behandelt Themen wie Geschichte, Recht und Gesellschaft in Deutschland

Wichtig:
Ein Bestehen auf dem Niveau B1 ist wünschenswert, aber nicht verpflichtend, um den Kurs zu beenden. Auch Teilnehmende, die nur A2 erreichen, erhalten einen offiziellen Abschluss.
Wer regelmäßig am Orientierungskurs teilgenommen hat, bekommt zusätzlich eine Teilnahmebescheinigung, unabhängig vom Prüfungsergebnis.

Kursdauer und Zeiten

  • Grundförderung: 900 Unterrichtseinheiten (UE)
  • Wiederholerförderung: bis zu 300 UE zusätzlich (auf Antrag)
  • Maximale Kursdauer: 1.200 UE Sprachkurs + 100 UE Orientierungskurs
  • Wöchentliche Unterrichtszeit: 16–20 UE pro Woche, maximal 5 UE pro Tag (Vor- und Nachmittagskurse)

Vorteile beim MIQR

Der Kurs wurde speziell für Menschen entwickelt, die beim Lesen und Schreiben noch Schwierigkeiten haben oder lange keine Lernerfahrungen gesammelt haben. Er bietet daher besondere Vorteile:

Vorteile_MIQR_gering_Literalisiert

✓ Individuell angepasstes Lernkonzept: Der Kurs ist gezielt auf Teilnehmende mit geringen Lese- und Schreibkenntnissen zugeschnitten. Dabei werden unterschiedliche Vorkenntnisse berücksichtigt, egal ob jemand nie schreiben gelernt hat, das Schreiben verlernt hat oder in der eigenen Sprache schreiben kann, aber nicht auf Deutsch.

✓ Langsames Lerntempo und klare Strukturen: Die Inhalte werden Schritt für Schritt vermittelt, in kleinen Lerneinheiten und mit vielen Wiederholungen. Das schafft Sicherheit, verhindert Überforderung und ermöglicht echten Lernfortschritt – besonders für Menschen, die lange keine Schule besucht haben.

✓ Alltagsthemen, Selbstlernstrategien und digitale Grundbildung: Neben der Sprachförderung werden wichtige Themen aus dem Alltag behandelt, z. B. Einkaufen, Gesundheit, Arbeit oder Wohnen. Zudem lernen die Teilnehmenden wie man eigenständig lernt (Lernstrategien) und wie man digitale Geräte sicher nutzt (z. B. Apps, Internet, E-Mail). Das hilft nicht nur im Kurs, sondern auch im späteren Leben: im Beruf, in der Familie und im Kontakt mit Behörden.

✓ Lernen in kleinen Gruppen: Die Gruppengröße ist auf maximal 16 Teilnehmende begrenzt. Das bedeutet: mehr Zeit für individuelle Fragen, mehr persönliche Unterstützung und ein angenehmeres Lernklima.

✓ Teamteaching: Bei Bedarf kann der Kurs im sogenannten Teamteaching stattfinden: Dabei begleiten zwei Lehrkräfte den Unterricht. So kann gezielter auf die individuellen Stärken und Schwächen der Teilnehmenden eingegangen werden – zum Beispiel bei der Alphabetisierung, bei digitalen Themen oder bei der Prüfungsvorbereitung.

Förderung und Kosten

Die Teilnahme am Integrationskurs für gering Literalisierte wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert. Voraussetzung ist eine gültige Teilnahmeberechtigung oder -verpflichtung, z. B. vom Jobcenter, der Ausländerbehörde oder direkt vom BAMF.

Eigenanteil

  • Teilnehmende, die Bürgergeld (SGB II) oder Sozialhilfe (SGB XII) erhalten, zahlen keinen Eigenanteil – der Kurs ist für sie vollständig kostenfrei.
  • Alle anderen Teilnehmenden mit Berechtigung zahlen einen Eigenanteil von 229 Euro pro Modul

Fahrtkosten

  • Wer eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet und eine längere Anfahrt zum Kurs hat, kann beim BAMF zusätzlich eine Fahrtkostenübernahme beantragen.

Standorte

Unsere Standorte in Thüringen:

Erfurt – Heinrichstraße 89
Suhl – Puschkinstraße 1

Unsere Standorte in Berlin:

Berlin Nord – Prenzlauer Promenade 28
Berlin Süd – Trachenbergring 93-93a

Unsere Standorte in Sachsen:

Chemnitz – Barbarossastraße 2
Leipzig – Landsberger Straße 23
Dresden – Löscherstraße 16/18
Döbeln – Bahnhofstraße 8
Riesa – Elbweg 4

Anmeldung

Wenn Sie am Integrationskurs für gering Literalisierte teilnehmen möchten, gehen Sie am besten Schritt für Schritt so vor:

Ablauf_Kursteilnahme

1. Kontaktaufnahme mit einem Kursträger (z. B. MIQR)

Sie möchten Deutsch lernen? Dann melden Sie sich direkt bei einem Kursträger in Ihrer Nähe, wie beispielsweise beim MIQR. Dort erfahren Sie, ob aktuell ein Kurs für gering Literalisierte angeboten wird und ob Sie teilnehmen können.

2. Teilnahmeberechtigung erhalten

Damit die Teilnahme gefördert wird, benötigen Sie eine Teilnahmeberechtigung oder -verpflichtung. Diese bekommen Sie:

  • vom Jobcenter, wenn Sie Bürgergeld erhalten,
  • von der Ausländerbehörde, z. B. bei Duldung oder Aufenthaltstitel,
  • oder direkt vom BAMF, wenn keine der oben genannten Stellen zuständig ist.
    Der Kursträger unterstützt Sie bei der Antragstellung.

3. Einstufungstest beim Kursträger machen

Mit der Teilnahmeberechtigung führen Sie beim Kursträger einen Einstufungstest durch. Dabei wird festgestellt, welcher Kurs für Sie passt, zum Beispiel der Integrationskurs für gering Literalisierte.

4. Anmeldung zum passenden Kurs

Nach dem Test meldet Sie der Kursträger zum richtigen Kurs an. Wenn ein Platz frei ist, können Sie schon bald starten.

Das Mitteldeutsche Institut für Qualifikation und berufliche Rehabilitation bietet ein umfassendes Angebot im Bereich Sprachförderung und Integration. Neben dem Integrationskurs für gering Literalisierte führen wir auch Alphabetisierungskurse sowie Zweitschriftlernerkurse durch – jeweils mit BAMF-Zulassung und individueller Lernbegleitung.

Darüber hinaus unterstützen wir mit arbeitsmarktnahen Maßnahmen wie MISO kompakt in Kombination mit einem Job-Berufssprachkurs (Job-BSK) gezielt den Übergang in Beschäftigung.

Unsere Angebote sind auf die unterschiedlichen Ausgangslagen und Ziele unserer Teilnehmenden abgestimmt – mit dem Fokus auf Sprachkompetenz, beruflicher Orientierung und nachhaltiger Integration.

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Maßnahmen finden Sie auf unserer Website. Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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Kursinformationen


Dauer:ca. 15 Monate
Einstieg:individuell
pdf Drucken:Infomaterial Integrationskurs für gering Literalisierte
Belegbar über:
BAMFBundesamt für Migration und Flüchtlinge

Jetzt anfragen!
Herr Ayadi

Ihr Sprachkurs-Ansprechpartner für Erfurt

Wenn Sie Fragen zu unserem Angebot haben oder eine persönliche und individuelle Beratung wünschen, senden Sie uns gerne eine Anfrage.

 

Telefonnummer: 0361 511503-340

E-Mail: erfurt@miqr.de

Anfrageformular

Integrationskurs für gering Literalisierte Erfurt (BAMF)

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