MIQR Berlin Nord
Prenzlauer Promenade 28,
13089 Berlin
Lesezeit: 20 Minuten | Stand: 24.05.2023 | Autor/-in: S. Grober
In der Altenpflege sind Kenntnisse über gerontopsychiatrische Erkrankungen wie Demenz, Alzheimer und Depressionen von immenser Bedeutung. Ein umfassendes Verständnis dieser Krankheitsbilder sowie die Fähigkeit, angemessen auf diese reagieren zu können, sind entscheidend, um den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden und eine optimale Versorgung sicherzustellen.
Auf der Startseite des Mitteldeutschen Instituts (MIQR) bieten wir Ihnen in diesem Blogbeitrag einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Krankheitsbilder im Alter. Darüber hinaus stellen wir wertvolle Ressourcen zur Verfügung, um Ihre Kenntnisse in der Pflege älterer Menschen mit psychischen Erkrankungen zu erweitern. Unabhängig davon, ob Sie bereits Erfahrung in der Pflege haben oder gerade erst einsteigen, finden Sie bei uns das nötige Wissen, um den Herausforderungen gerontopsychiatrischer Krankheiten professionell zu begegnen.
Die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) definiert die Gerontopsychiatrie als eigenständigen Teilbereich der Psychiatrie, der darauf abzielt, die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen älterer Menschen in Bezug auf ihre geistige Gesundheit zu verstehen und adäquat darauf einzugehen. Konkret konzentriert sich die Gerontopsychiatrie auf die Prävention, Diagnose, Behandlung und Rehabilitation von Senioren und Hochaltrigen, die mit körperlichen oder psychischen Erkrankungen kämpfen.

Die Gerontopsychiatrie arbeitet eng mit der Geriatrie (Altersmedizin) zusammen, hat aber auch Berührungspunkte mit den Abteilungen Neurologie und Gerontologie. Sie wird oft als stationäre Pflegeform in einem Senioren- oder Pflegeheim angeboten.
Die Gerontopsychiatrie und Geriatrie sind zwei verwandte, aber dennoch unterschiedliche Fachbereiche im Gesundheitswesen, die sich mit der Versorgung älterer Menschen befassen.
Die Geriatrie befasst sich hauptsächlich mit den körperlichen Aspekten des Alterns und der medizinischen Versorgung älterer Menschen. Sie konzentriert sich auf die Diagnose, Prävention und Behandlung von altersbedingten Erkrankungen und Funktionsstörungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Sturzprävention und Rehabilitation. Die Geriatrie ist darauf ausgerichtet, die physische Gesundheit und das Wohlbefinden älterer Menschen zu erhalten und zu verbessern.
Im Gegensatz dazu befasst sich die Gerontopsychiatrie mit den psychischen Aspekten des Alterns.
| Gerontopsychiatrie | Geriatrie | |
| Fokus | Fokus auf geistige Gesundheit älterer Menschen | Fokus auf körperliche Gesundheit älterer Menschen |
| Aufgabe | Diagnose, Behandlung und Betreuung von Demenz, Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Erkrankungen im Alter | Diagnose, Prävention und Behandlung von altersbedingten körperlichen Erkrankungen und Funktionsstörungen |
| Ziel | Förderung der geistigen Gesundheit, Symptomlinderung, Verbesserung der Lebensqualität, soziale Integration | Erhaltung und Verbesserung der physischen Gesundheit, Rehabilitation, Sturzprävention |
Das Ziel der gerontopsychiatrischen Pflege besteht darin, die körperlichen und geistigen Fähigkeiten älterer Menschen bestmöglich wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Förderung von Alltagskompetenz und Selbstständigkeit. Die Pflege in diesem Bereich birgt jedoch auch spezifische Herausforderungen, denen sich Pflegekräfte stellen müssen.
Eine der zentralen Herausforderungen besteht darin, sicherzustellen, dass ältere Menschen ihre Entscheidungsfreiheit, ihren Willen und ihre Möglichkeiten der Selbstbestimmung wahren können. Das Gefühl, dieser Fähigkeiten beraubt zu sein, kann den Lebenswillen schwächen und zu Depressionen, Ängsten oder aggressivem Verhalten führen. Daher ist es von großer Bedeutung, diesen negativen Verlauf zu verhindern und die betroffenen Menschen nachhaltig zu unterstützen.
Besonders im Bereich der gerontopsychiatrischen Pflege treten herausfordernde Verhaltensweisen auf, die mit Alterskrankheiten verbunden sind. Dazu gehören beispielsweise:
Diese herausfordernden Verhaltensweisen können sowohl für die Pflegekräfte als auch für pflegende Angehörige eine immense Belastung darstellen. Es ist wichtig zu verstehen, dass solche Verhaltensweisen häufig Ausdruck der zugrunde liegenden Erkrankung sind und nicht als persönlicher Angriff oder böswilliges Verhalten interpretiert werden sollten.
Um angemessen mit altersbedingten Verhaltensweisen und Krankheiten umzugehen, ist es entscheidend, dass Pflegekräfte und Angehörige über ein fundiertes Wissen über gerontopsychiatrische Erkrankungen verfügen. Durch Schulungen und Weiterbildungen können sie lernen, schwierige Situationen richtig zu interpretieren und passende Interventionsstrategien anzuwenden.
__________________________________________________________________________________
Auch interessant:
Pflegebasiskurs – Alle Informationen im Überblick
__________________________________________________________________________________
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für verschiedene Krankheiten, die sowohl körperliche als auch psychische Symptome hervorrufen können. Es ist wichtig, die typischen Alterskrankheiten zu verstehen, um älteren Menschen eine angemessene Betreuung und Unterstützung in der Gerontopsychiatrie bieten zu können.
Zu den fünf häufigsten gerontopsychiatrischen Krankheiten gehören:

In den folgenden Kapiteln möchten wir uns die eben genannten gerontopsychiatrischen Krankheitsbilder etwas genauer anschauen. Lesen Sie jetzt weiter und nutzen Sie unser Inhaltsverzeichnis, um gezielt zu dem Kapitel zu gelangen, das Sie interessiert.
Mit zunehmendem Alter werden wir mit einer Vielzahl von Veränderungen konfrontiert. Eine der einschneidendsten und oft am meisten gefürchteten ist die Entwicklung von Demenz. Diese Erkrankungen beeinflussen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Familien und Angehörigen, die sich oft hilflos und überfordert fühlen.
Das Älterwerden macht sich nicht nur an unserem Körper bemerkbar, sondern auch an unserem Gehirn. Zu den bekanntesten Erkrankungen, die das Gehirn und die geistige Denkfähigkeit beeinflussen, gehört die Demenz. Das Wort hat seinen Ursprung im alten Latein und bedeutet sinngemäß „Weg vom Geist“ oder „ohne Geist“. Diese Übersetzung beschreibt bereits das Wesen dieser Krankheit: Sie verursacht eine Verschlechterung, im schlimmsten Fall den Verlust der geistigen Fähigkeiten.
________________________________________________________________________________
Auch interessant:
Umschulung in der Altenpflege: Gehalt, Förderung & Co.
_________________________________________________________________________________
Was viele nicht wissen: Demenz kommt in verschiedenen Ausprägungen und Unterformen vor. Dazu gehören beispielsweise die Alzheimer-Demenz und die vaskuläre Demenz. Was diese Erkrankungen gemeinsam haben, sind ihre Folgen für das:
Zu Beginn zeigt sich Demenz – egal in welcher Unterart – in Form von wachsender Vergesslichkeit und Schusseligkeit. Nach einiger Zeit gesellt sich dann auch wachsende Orientierungslosigkeit hinzu, die später zu absoluter Desorientierung und Erkennungsstörungen führen kann. Im Spätstadium der Erkrankung können dann auch Sprachstörungen, eine gestörte Feinmotorik, Gedächtnisverlust und Wahrnehmungsstörungen auftreten.

Im Folgenden wollen wir uns auf zwei der häufigsten Formen von Demenz konzentrieren: Alzheimer und vaskuläre Demenz. Wir werden die Unterschiede zwischen diesen beiden Krankheitsbildern untersuchen und verstehen lernen sowie Tipps dazu geben, wie Angehörige mit Alzheimer und Demenz im Alltag umgehen können.
Alzheimer vs. vaskuläre Demenz: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Die Alzheimer-Krankheit und vaskuläre Demenz sind zwei der häufigsten Formen von Demenz, die im Alter auftreten. Obwohl beide Erkrankungen mit dem Verlust kognitiver Fähigkeiten einhergehen, gibt es dennoch wichtige Unterschiede zwischen ihnen.
Diese übersichtliche Vergleichstabelle soll Ihnen helfen, die charakteristischen Merkmale, Ursachen, Symptome und Behandlungsoptionen beider Erkrankungen besser zu verstehen.
Tabelle: Alzheimer und gefäßbedingte (vaskuläre) Demenz im Vergleich
| Alzheimer | Gefäßbedingte (vaskuläre) Demenz | |
| Ursache | Unbekannt | Durchblutungsstörung im Gehirn |
| Verlauf | Langsam und schleichend, schreitet kontinuierlich voran |
Langsam und schubartig (je nachdem, wann Durchblutungsstörungen auftreten) |
| Hauptsymptom | Gedächtnisverlust, Desorientierung, Wortfindungsstörung |
Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme, Denkschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen |
| Risikofaktoren | Genetische Veranlagung, hohes Alter |
Hoher Blutdruck, Diabetes mellitus, Rauchen |
| Diagnose | Anamnese, Ausschluss anderer Ursachen, klinische Bewertung, bildgebende Verfahren (MRT, PET) |
|
| Behandlung | Symptomatische Therapie, Unterstützung der kognitiven Funktionen | Behandlung der zugrunde liegenden Durchblutungsstörungen, Lebensstiländerungen |
| Prävention | Körperliche und geistige Aktivität, gesunde Ernährung, soziale Interaktion |
Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes, gesunde Lebensweise, ausgewogene Bewegung |
Wichtig: Bitte bedenken Sie, dass Ihnen diese Tabelle nur einen übersichtlichen Vergleich der beiden Demenz-Krankheitsbilder geben soll. Die Darstellung ist keinesfalls vollständig, insbesondere da die Forschung bezüglich der Ursachen und Therapiemöglichkeiten noch lange nicht abgeschlossen ist.
Zudem können die Symptome und Verläufe je nach Einzelfall variieren. Eine genaue Diagnoseerstellung erfordert eine ärztliche Untersuchung und Bewertung und sollte nicht auf der Basis dieser Übersichtstabelle erfolgen.
__________________________________________________________________________________
Auch interessant:
Pfleger vs. Pflegehelfer: Alle Unterschiede im Überblick
__________________________________________________________________________________
Wenn ein enger Freund oder ein Familienmitglied an Demenz erkrankt, stellt das die Angehörigen vor eine vollkommen neue Situation. Vor allem in den späteren Stadien ist es für viele schwierig, wie sie mit dem geliebten Menschen umgehen sollen, der aufgrund der Krankheit wie ein vollkommen anderer wirkt. Im Folgenden geben wir Ihnen sechs hilfreiche Tipps, wie Sie Ihren dementen Freund oder Verwandten trotz Demenz im Alltag unterstützen und entlasten können:
Das Alter bringt viele Veränderungen mit sich, sowohl körperlich als auch emotional. Während einige Menschen diese Lebensphase als eine Zeit der Erfüllung und Weisheit erleben, können andere mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert werden, darunter auch die Altersdepression. Im Gegensatz zu gelegentlichen Stimmungsschwankungen oder vorübergehenden Traurigkeitsphasen ist die Altersdepression eine ernsthafte Erkrankung, die das Wohlbefinden und die Lebensqualität der betroffenen Personen erheblich beeinträchtigen kann.
Welche Risikofaktoren das Auftreten einer Altersdepression begünstigen und durch welche Symptome sich die Krankheit äußert, werden wir nachfolgend im Detail betrachten. Um Ihnen einen realistischen Einblick in das Thema zu geben, werden wir auch ein paar Fallbeispiele präsentieren. Diese Beispiele sollen verdeutlichen, wie unterschiedlich sich die Altersdepression im Alltag äußern kann und wie sie das Leben der Betroffenen beeinflusst.
Die Entwicklung einer Depression im Alter kann durch verschiedene Ursachen und Risikofaktoren begünstigt werden. Dazu gehören:

Bitte beachten Sie, dass diese Ursachen und Risikofaktoren nicht zwangsläufig eine Depression hervorrufen. Dennoch sollte man als Pflegekraft oder Angehöriger über die möglichen Auslöser für Depressionen Bescheid wissen und seine empathischen Fähigkeiten aktivieren, um gezielt und vorsorglich nach Anzeichen einer Altersdepression Ausschau zu halten.
Die Altersdepression ist gekennzeichnet durch:
Sie kann das alltägliche Funktionieren und das emotionale Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Altersdepression nicht als normaler Bestandteil des Alterns angesehen werden sollte, sondern als eine behandelbare Erkrankung, die ernst genommen werden muss.
Nachfolgend beschreiben wir Ihnen zwei Fallbeispiele, wie sich Altersdepression erkennbar macht, sodass Sie als Pflegender oder Angehöriger wissen, auf welche Warnsignale Sie achten müssen und wann Sie zu reagieren haben:
Fallbeispiel 1: Frau Meier, 76 Jahre alt, lebt alleine in ihrem Haus und hat vor Kurzem ihren Ehemann verloren. Seitdem hat sie sich zurückgezogen und zeigt Anzeichen von Lustlosigkeit und Niedergeschlagenheit. Sie vernachlässigt ihre persönliche Hygiene, isst kaum noch und hat das Interesse an Aktivitäten, die sie früher genossen hat, verloren. Sie hat Schwierigkeiten, morgens aufzustehen und schläft die Nacht kaum noch durch.
Fallbeispiel 2: Herr Schmidt, 82 Jahre alt, lebt in einem Pflegeheim. Er zeigt Anzeichen von Reizbarkeit, Aggression und einem erhöhten Rückzug von sozialen Interaktionen. Er äußert wiederholt negative Gedanken über sich selbst und sein Leben. Herr Schmidt hat das Gefühl, dass er eine Last für andere ist und dass niemand sich um ihn kümmert. Er zeigt eine verminderte kognitive Leistungsfähigkeit und hat Probleme mit dem Gedächtnis.
Diese Fallbeispiele verdeutlichen die Komplexität der Altersdepression und wie sie das Leben älterer Menschen beeinflussen kann. Es ist wichtig, auf Warnsignale wie anhaltende Niedergeschlagenheit, Verlust des Interesses an Aktivitäten, sozialen Rückzug, Schlafstörungen, verminderte kognitive Leistungsfähigkeit und negative Gedanken zu achten. Wenn Sie solche Anzeichen bei einem älteren Menschen bemerken, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine genaue Diagnose zu erhalten und angemessene Unterstützung anzubieten.
Im Alter verändert sich unser Gehirn, was zu Problemen wie Vergesslichkeit und plötzlicher Verwirrtheit führen kann. Das ist jedoch eine natürliche Entwicklung und ganz und gar nicht besorgniserregend. Gedanken sollten Sie sich allerdings machen, wenn diese Veränderung plötzlich auftritt. Im Folgenden werden wir etwas näher auf die Unterschiede von normaler Altersvergesslichkeit und plötzlicher Verwirrtheit eingehen. Wir geben Ihnen Hinweise auf wichtige Warnsignale und zeigen Ihnen, wie Sie am besten mit Vergesslichkeit bei älteren Menschen umgehen sollten.
Handelt es sich hier um normale Vergesslichkeit oder bereits um eine Demenz-Erkrankung? Diese Frage stellen sich viele Angehörige, die immer öfter Erinnerungslücken oder Vergesslichkeit bei älteren Verwandten oder Bekannten bemerken. Wann Sie sich Sorgen machen sollten, möchten wir durch unsere nachfolgende Übersicht klären. Wir veranschaulichen Ihnen, worin sich normale altersbedingte Vergesslichkeit von pathologischen Zuständen unterscheidet.
Tabelle: Altersvergesslichkeit und pathologische Verwirrtheit im Vergleich
| Altersbedingte Vergesslichkeit | Pathologische Zustände (z. B. Demenz, Alzheimer) | |
| Grad der Vergesslichkeit |
|
|
| Verlauf |
|
|
| Einfluss auf Alltagsfähigkeit |
|
|
Wichtig: Es ist wichtig zu beachten, dass eine professionelle medizinische Diagnose erforderlich ist, um normale altersbedingte Vergesslichkeit von pathologischen Zuständen zu unterscheiden. Wenn Sie oder ein Angehöriger Symptome bemerken, die über normale Vergesslichkeit hinausgehen oder sich verschlimmern, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufzusuchen.
Delirium und Demenz sind zwei unterschiedliche pathologische Zustände, die oft Verwirrung und Desorientierung bei älteren Menschen verursachen. Es ist wichtig, zwischen ihnen zu unterscheiden, da die Behandlung und Betreuung jeweils unterschiedlich sind.
Delirium (oder Delir) ist ein vorübergehender Zustand akuter Verwirrung, der plötzlich auftritt und sich schnell verschlimmern kann. Er wird in der Regel durch eine Infektion, Medikamente (insbesondere sedierende), Mangelernährung, eine Störung des Elektrolythaushalts oder den Entzug von Substanzen wie Alkohol oder Drogen ausgelöst. Die Symptome des Deliriums umfassen:
Ältere Menschen sind aufgrund ihres anfälligen Gesundheitszustandes, ihrer eingeschränkten Immunität und ihrer erhöhten Anfälligkeit für medizinische Komplikationen besonders gefährdet.
Weitere Risikofaktoren für plötzliche Verwirrtheit sind Vorerkrankungen wie Demenz, Parkinson-Krankheit oder Schlaganfall, längere Krankenhausaufenthalte, postoperative Zustände, intensive medizinische Behandlungen oder Traumata.

Im Gegensatz zur Demenz entwickelt sich das Delirium schnell und kann innerhalb weniger Stunden oder Tage auftreten. Es erfordert eine sofortige medizinische Aufmerksamkeit, da es auf ein bis dato unbekanntes medizinisches Problem hinweisen kann.
Demenz hingegen ist ein fortschreitender Zustand, der das Gedächtnis, die kognitive Funktion und das Verhalten beeinträchtigt. Die Symptome der Demenz entwickeln sich langsam und schleichend über einen längeren Zeitraum. Sie umfassen Gedächtnisverlust, Probleme mit dem Denken, der Sprache, der Orientierung und der Ausführung alltäglicher Aufgaben. Im Gegensatz zum Delirium ist Demenz chronisch und fortschreitend. Der Verlauf kann sich über Jahre erstrecken.
Mehr Informationen über die Häufigkeit und Symptomatik von Demenz-Erkrankungen können Sie in dem vorherigen Kapitel nachlesen: „Demenz und Alzheimer im Alter“
Es ist wichtig, mögliche Auslöser und Risikofaktoren zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko einer plötzlichen Verwirrtheit zu verringern. Dazu gehören:
Bei Auftreten von plötzlicher Verwirrtheit sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden, um die genaue Ursache festzustellen und eine geeignete Therapie einzuleiten. Die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Auslösern können dazu beitragen, die Verwirrtheit zu reduzieren und die Gesundheit und Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern.
Psychische Erkrankungen wie die bipolare Störung bringen im Alter extreme Stimmungsschwankungen mit sich. Zwischen manischen Episoden voller Energie und rücksichtslosem Verhalten wechseln depressive Phasen der tiefen Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und des Interessenverlusts ab. Leider werden solche Erkrankungen oft falsch diagnostiziert oder übersehen, da ihre Symptome mit altersbedingten Veränderungen verwechselt werden können.
Neben der bipolaren Störung können im fortgeschrittenen Alter auch andere psychische Erkrankungen auftreten, etwa:
Es ist von entscheidender Bedeutung zu erkennen, dass psychische Erkrankungen im Alter genauso ernst genommen werden wie körperliche Beschwerden und eine angemessene Behandlung und Unterstützung erfordern. Daher ist es wichtig, dass Fachkräfte im Gesundheitswesen, Angehörige und Pflegepersonen für die Anzeichen psychischer Erkrankungen im Alter sensibilisiert sind und sie erkennen können.
Wenn Sie Ihr Wissen in diesem Bereich erweitern möchten, helfen wir vom Mitteldeutschen Institut Ihnen gerne weiter. Entdecken Sie jetzt unseren Online-Kurs „Gerontopsychiatrische Erkrankungen in der Altenpflege“ bei UDEMY und lernen Sie sich schnell und nachhaltig die wichtigsten Fakten – und das zu einem kleinen Preis!
Haben Sie ältere Verwandte oder Bekannte, die mit Demenz oder Alzheimer kämpfen? Oder sind Sie ein Quereinsteiger in der Altenpflege und möchten Ihre Fähigkeiten im Umgang mit psychischen Erkrankungen im Alter stärken? Dann ist unser Online-Kurs auf UDEMY die perfekte Lösung für Sie!
In unserem Kurs „„Gerontopsychologische Erkrankungen in der Altenpflege“ werden wir uns mit den herausfordernden Aspekten befassen, die mit der Pflege älterer Menschen mit psychischen Erkrankungen verbunden sind. Unser Fokus liegt dabei auf Demenz-Erkrankungen, Alzheimer und Depressionen, da diese Krankheitsbilder im Alter besonders häufig auftreten und mit einer Vielzahl von Symptomen und Verhaltensänderungen einhergehen.
Was Sie in unserem Online-Kurs lernen werden:
und vieles mehr.
Für weiterführendes, noch tiefergehendes Weiterbildung in der Pflege bietet Ihnen das MIQR einen Online-Kurs zum Pflegehelfer & optional Alltagsbegleiter (ehemals Demenzbetreuer) nach §§43b, 53b SGB XI beim MIQR
Schauen Sie am besten selbst auf unsere Kursseite und verschaffen Sie sich selbst einen Überblick darüber, welche interessanten Schwerpunkte auf Sie warten. Falls Sie Fragen haben, können Sie uns natürlich auch jederzeit direkt kontaktieren. Rufen Sie einfach an unter 0800 77 89 100 oder melden Sie sich online über unser bequemes Anfrageformular.
Für die Teilnahme an unserer Online-Schulung sind keine Vorkenntnisse notwendig. Jeder ist bei uns willkommen und kann seinen eigenen Wissenshorizont im Bereich Altenpflege erweitern.
Was spricht für die Teilnahme an unserem Kurs?
Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Kenntnisse in der Gerontopsychiatrie zu erweitern oder Ihre Fähigkeiten im Umgang mit Demenz, Alzheimer und Depressionen aufzufrischen. Melden Sie sich noch heute für unseren Kurs an und erhalten Sie Zugang zu erstklassigem Lehrmaterial und flexiblen Lernoptionen. Verpassen Sie nicht die Chance, Ihre beruflichen Möglichkeiten zu erweitern und einen positiven Einfluss auf das Leben älterer Menschen mit psychischen Erkrankungen zu haben.
Die gerontopsychiatrische Pflege erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, Geduld und Empathie. Auf dieser Grundlage können Pflege- und Betreuungskräfte sowie pflegende Angehörige dazu beitragen, dass ältere Menschen ihre Lebensfreude bewahren, ihre Autonomie stärken und eine gute psychische Gesundheit im Alter aufrechterhalten.
Wenn Sie Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten in der gerontopsychiatrischen Pflege auffrischen oder vertiefen möchten, ist der Online-Kurs „Gerontopsychiatrische Erkrankungen“ vom MIQR die perfekte Möglichkeit dafür. In diesem Kurs erhalten Sie fundiertes Fachwissen von erfahrenen Lehrkräften, anschauliches Lehrmaterial und praxisnahe Beispiele. Sollten Sie noch Fragen haben oder weitere Informationen benötigen, zögern Sie nicht, uns direkt zu kontaktieren – entweder telefonisch unter 0800 77 89 100 oder über unser Kontaktformular. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung und unterstützen Sie bei Ihrer beruflichen Weiterentwicklung in der Altenpflege.
Folgen Sie uns auf Facebook und Instagram, um jederzeit über die neuesten Meldungen und MIQR-Angebote informiert zu bleiben.
Ich interessiere mich für einen kostenfreien Deutsch- bzw. Integrationskurs.






Prenzlauer Promenade 28,
13089 Berlin
Prenzlauer Promenade 28,
13089 Berlin
Trachenbergring 93-93a,
12249 Berlin
Heinrichstraße 89, 99092 Erfurt
Landsberger Str. 23, 04157 Leipzig
Parkstraße 28, 09120 Chemnitz
Puschkinstraße 1, 98527 Suhl
Bahnhofstraße 8,
04720 Döbeln
Elbweg 4, 01591 Riesa
Löscherstraße 16/18, 01309 Dresden
Die Gerontopsychiatrie ist ein Teilbereich der Psychiatrie und befasst sich mit der Prävention, Diagnose und Behandlung von psychischen Verhaltensauffälligkeiten im Alter. Diese werden oft auch von körperlichen Beeinträchtigungen oder Krankheiten verursacht oder verschlimmert. Aus diesem Grund arbeitet die Gerontopsychiatrie oft mit der Geriatrie (der Altmedizin) zusammen, um eine umfassende Gesundheitsförderung für Senioren und Hochaltrige zu ermöglichen.
Zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten gerontopsychiatrische Krankheitsbildern gehören Demenz, Alzheimer und Depressionen, aber auch Suchterkrankungen und Angststörungen. Diese Erkrankungen überschneiden sich oft oder treten zusammen auf, was eine Diagnose und wirksame Behandlung zur Herausforderung machen kann. Beispielsweise leiden etwa 50 % der Menschen mit Demenz an einer Depression.
Mit zunehmendem Alter leiden Menschen nicht nur an eingeschränkter Beweglichkeit, sondern auch vermehrt an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und psychischen Störungen. Zu den am häufigsten auftretenden psychischen Erkrankungen gehört die Demenz. Hierbei handelt es sich um eine i. d. R. altersbedingte Abnahme der geistigen Fähigkeiten, die sich vorrangig in Gedächtnisverlust und chronischen Verwirrtheitszuständen äußert und das Leben der Betroffenen und Angehörigen erheblich beeinträchtigen kann.
Je weiter das Leben voranschreitet, desto höher steigt die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. Ab 65 Jahren können sich schon erste Demenz-Symptome erkennbar machen, allerdings ist die Krankheit in dieser Altersgruppe noch nicht sehr weit verbreitet. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit leidet mit 85 Jahren fast jeder Fünfte und ab 90 Jahren fast jeder Dritte an Demenzerkrankungen.
